Viele Menschen werden vielleicht wissen, was ein Jacuzzi, besser bekannt unter dem gängigeren Begriff Whirlpool, ist. Einige werden sogar einen solchen ihr Eigen nennen. Aber die wenigsten werden sicher wissen, wie ein solcher Jacuzzi eigentlich hergestellt wird. Am Anfang eines jeden Jacuzzis oder Whirlpools steht der Entwurf desselben. Dieser wird in der heutigen Zeit natürlich komplett mit Hilfe eines Computers erstellt. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Designer sofort sehen kann, wie sich Veränderungen die er durchführt auf das fertige Endprodukt auswirken würden. Der zu designende Whirlpool wird auf dem Bildschirm als dreidimensionales Bild dargestellt, welches frei drehbar ist. Somit kann man das Objekt aus jeder denkbaren Perspektive betrachten.
Auf dem Bildschirm ist natürlich nicht nur das Äußere des Jacuzzi zu sehen sondern selbstverständlich auch die Dinge, die dem Käufer in der Regel verborgen bleiben. Darunter fällt zum Beispiel das System von Wasser- und Luftleitungen, die ja für die Funktion eines Whirlpools unabdingbar sind. Anhand des am PC entworfenen Designs wird eine Form erstellt. Diese Form besitzt bereits die Originalmaße des Jacuzzi, da sie dazu benutzt wird selbigen herzustellen. In dieser Form befinden sich sehr kleine Löcher. Durch sie wird im Fertigungsprozess ein Vakuum erzeugt, welches die Acrylplatten aus denen der Whirlpool besteht plan an die Form anliegen lässt.
Das Acryl für einen Jacuzzi kann in den verschiedensten Farben geliefert und eingesetzt werden. So ist es möglich auch auf Wünsche von Kunden einzugehen. Um das Acryl in die richtige Form zu bringen wird zuerst eine große Acrylplatte auf die Form gelegt. Diese passt natürlich noch nicht in die Form sondern bedeckt diese fast wie ein Deckel. Deshalb wird die Platte aus Acryl in einen Ofen gefahren wo sie aufgrund der dort herrschenden Hitze von einem festen Zustand in einen weichen und verformbaren Zustand übergeht. Die Platte aus Acryl wird wieder aus dem Ofen geholt und nun auf die Form des Whirlpools gelegt.
Jetzt wird durch die Löcher in der Form des Jacuzzi das Vakuum erzeugt, welches die nunmehr weiche Acrylplatte an die Form ansaugt. Durch das Vakuum passt sich das Acryl perfekt an die Form an. Nun wird gewartet bis das Acryl wieder abgekühlt ist. Ist dies geschehen, so wird die so entstandene Außenhaut des Whirlpools aus der Form genommen. Da Acryl ein sehr leichter Werkstoff ist, kann diese Arbeit von nur zwei Personen bewältigt werden. Im Anschluss wird die Form gedreht.
Da der Jacuzzi im momentanen Zustand noch viel zu instabil und dünnwandig ist, wird auf die Unterseite der Form schichtweise Fiberglas aufgetragen. Durch dieses Fiberglas gewinnt die Außenhaut des Jacuzzi deutlich an Stabilität. Das Fiberglas wird nach dem Auftragen noch mit Rollen bearbeiten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Dicke des Auftrages überall gleich ist. Jetzt werden die Löcher und Öffnungen für die verschiedenen Anschlüsse in die Außenhaut des Whirlpools gebohrt und gefräst. Da hierbei giftige Stäube entstehen, findet dieser Prozess in einem Raum mit einer speziellen Reinigungsanlage für die Luft statt. Sind alle Löcher und Öffnungen gebohrt geht es zum nächsten Schritt.
Hier werden die Rohre und Düsen des Jacuzzi installiert. Die Rohre bestehen aus kleineren Einzelrohren, welche miteinander verklebt werden. Die Rohre bestehen übrigens aus einem flexiblen Kunststoff, welcher den Vorteil hat, dass er, sollte sich auch bei großer Kälte Wasser in den Rohren befinden, nicht aufreißt und somit auch kein Leck verursacht. Nun wird der Rahmen des Jacuzzi installiert. Je nach Kundenwunsch kann dieser natürlich verschieden aussehen. So kann der eine Kunde seinen Whirlpool gefliest bestellen, der andere wünscht vielleicht Holz als Material für den Rahmen. Holz bietet sich vor allem dann an, wenn man vorhat, den Whirlpool nicht im Haus, sondern im Freien zu verwenden. So ist der Jacuzzi ein schöner Blickfang.
Jacuzzi
