Taubenabwehr wäre bitter nötig. Wer einmal über den Marcusplatz in Venedig spaziert ist, wird im Bezug auf Tauben sicher so schnell nicht mehr geschockt werden können. Doch auch die Venezianer kämpfen mit der Taubenplage jedes Jahr. Den Italienern ist genau so bewusst wie vielen anderen Menschen auch, dass Taubenkot gefährliche Krankheiten übertragen kann, die zum Teil in regelrechten Epidemien auftreten könnten.
Dafür ist eine erfolgreiche Taubenabwehr dringend erforderlich. Doch wie bekämpft man die Tiere, ohne ihnen Schaden zuzufügen. Sicher denken viele jetzt an die alte Schrotflinte, die Opa immer aus dem Schrank genommen hat, wenn wieder einmal zu viele Brieftauben vom Nachbarn am eigenen Taubenschlag Einlass finden wollten. Doch ob dies die richtige Methode ist zur Taubenabwehr? Sicher nicht.
Für die Taubenabwehr gibt es mittlerweile zahlreiche Mittel und Wege, um erfolgreich und lang anhaltend Tauben abzuwehren. Gerade bei schönen Denkmälern, wie sie in Venedig zuhauf zu finden sind, ist es wichtig, dass hier entweder eine gute Taubenabwehr verhindert, dass der Kot an den Gemäuern festhält, oder, dass, wenn es für die Abwehr schon zu spät ist, wenigstens die Bauwerke vom Kot befreit werden.
Wie aggressiv Taubenkot sein kann, sieht man daran, dass binnen weniger Jahre ein Gemäuer sogar einsturzgefährdet sein kann, wenn nicht vorher schon etwas unternommen wird. Taubenabwehr ist also hier eine Art Prophylaxe, um Krankheiten und Zerfall von Gebäuden zu verhindern.
Egal, ob zur erfolgreichen Taubenabwehr nun Netze verwendet werden, oder ob man doch ab und zu einmal zur Chemiekeule greift, der Marcusplatz in Venedig – und dessen Anblick alleine schon – sind es wert, hier etwas zu unternehmen – und zwar langfristig.
