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Kinder und Spielkonsolen

Januar 16th, 2009 · No Comments

Kinder können es selbst gar nicht mehr beeinflussen. Sie werden mitgerissen in einem Strom an Unterhaltung, Medienbezogenheit und Technik. Unter dem Weihnachtsbaum sind Apfel, Nuss und Mandelkern schon zu fremdartigen, gar komisch anmutenden Dingen geworden. Die Eltern befinden sich in einem Zugzwang, wenn es darum geht, die Sprösslinge auf dem technisch neuesten Stand zu halten. Selbst siebenjährige Kinder haben hier schon gewisse Ansprüche, die es zu erfüllen gilt. Nun ist es, in Maß und Ziel betrieben, gar nicht so verkehrt, wenn sich die Kinder in der technischen Welt auskennen. Jeder Vater, jede Mutter kennt die Grenze, auch wenn wenige Ausnahmen die Regel bestätigen. Kinder, die am PC mehr Kenntnisse aufweisen, als ihre Eltern, sind schon fast die Regel, schließlich wird schon in der Grundschule mit dem Unterricht in Umgang mit Computern begonnen. Auch die Spielkonsolen sind nicht so schlecht, wie ihr Ruf, sofern man Grenzen setzt und für ein ausreichend gesundes Kontrastprogramm mit ausreichend Bewegung und gesunder Ernährung sorgt.

Man mag drüber streiten, wo die Grenze ist. Man hört immer wieder von zeternden Elterngruppen, die die Konsolen aus den Kinderzimmern verbannen wollen. Dabei schadet der Gebrauch der High Tech Geräte nicht, wenn man den entsprechenden Einfluss nimmt. So, wie manche Eltern auf ihre Sprösslinge angewiesen sind, wenn es darum geht, online ein PIXUM Fotobuch zu erstellen, weil die Eltern einfach mit der Software nicht klarkommen können oder wollen, so kann es durchaus auf Akzeptanz stoßen, wenn sich die Eltern in das Spiel an der Konsole einbringen. Natürlich muss auf altersgerechte Spiele geachtet werden. Auch die Gewalt an sich sollte sich nicht in den Kinderzimmern wieder finden. Da ist der wichtigste Ansatzpunkt. In dem Moment, in dem die Spielkonsole ihren Platz im Alltag einnimmt, müssen schon Bedingungen an die Benutzung gekoppelt werden, wie etwa die Vorgabe, dass das Gerät nur bei schlechtem Wetter und nach der Erledigung aller Hausaufgaben benutzt werden darf.

Sind die Kinder noch sehr klein, hat man die Auswahl der Spiele noch vollkommen selbst in der Hand. Die Eigenverantwortlichkeit der Kinder kann trainiert werden, indem man Spiele aus einer DVD-thek entleiht, um sie zu testen, und dann mit Sohn oder Tochter über den Inhalt redet. Auf diese Weise sind Vorbehalte bei den Eltern auszuräumen, und mancher Nachwuchs verliert das Interesse an einem Spiel von selbst. So ist mit wenigen Euro Leihgebühr eine Diskussion aus dem Weg geräumt. Da Verbote, die nicht begründet werden können, nichts anderes als Trotz hervorrufen, ist es besser, die Konsole als Teil des Lebens, dem einfach von niemandem zu viel Beachtung schenken sollte, zu betrachten. Angebote, sich anders zu beschäftigen und Regelungen regeln den übermäßigen Gebrauch von selbst.